Darf ich vorstellen: Linde (25 Jahre alt), unser neuer Leiter des Viehzuchtbetriebs
Linde (25 Jahre alt) - Leiterin eines Bio-Milchviehbetriebs
Nach einer Ausbildung in Kanada fand Linde bei Henri Willig genau das, was sie suchte: einen Ort, an dem das Wohl der Tiere an erster Stelle steht.
"Hier steht das Wohl der Kühe wirklich an erster Stelle. Das mag selbstverständlich klingen, aber bei Henri Willig merkt man, dass es wirklich so ist", sagt Linde. "Hier kümmert man sich zuerst um die Gesundheit und das Wohlergehen des Tieres und erst dann um die Produktion, eben eine andere Reihenfolge als bei herkömmlichen Betrieben. Das passt viel besser zu meinen Überzeugungen - und zu dem, was ich in meiner Ausbildung gelernt habe."
Von Belgien in die Niederlande
Linde wuchs in Belgien auf.
"Während der Sekundarschule entdeckte ich, dass ich gerne praktisch tätig bin und etwas mit Tieren machen wollte. Deshalb zog sie vor sieben Jahren in die Niederlande, um auf dem Warmonderhof den Vakexpert-Kurs für biologisch-dynamische Landwirtschaft (MBO Stufe 4) zu absolvieren.
"Das war ein großer Schritt, aber ich wusste sofort: Das ist es, was ich will. Während meiner Praktika auf verschiedenen biologischen und biologisch-dynamischen Höfen, wie Veld en Beek und Warmonderhof Veehouderij, konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln - vom Füttern und Melken bis hin zum Klauenschneiden und der Traktorarbeit. Diese breite Basis nutze ich noch heute jeden Tag."
Internationale Erfahrung
Nach ihrer Ausbildung ging Linde nach Kanada, wo sie auf einem Betrieb mit 850 Milchkühen arbeitete.
"Das war eine beeindruckende Erfahrung. Alles war großartig: die Ställe, die Maschinen, die Zahlen. Ich habe dort viel über Effizienz und Technologie gelernt, aber auch gemerkt, dass ich die persönliche Seite der Landwirtschaft vermisst habe. In Kanada war ich nur ein kleines Glied im Ganzen - hier bei Henri Willig bin ich wirklich in den gesamten Prozess eingebunden."
Bevor sie nach Kanada ging, sammelte Linde auch Erfahrungen bei Noordenbos, wo sie als Allround-Tierpflegerin arbeitete.
"Dort habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Kühe zu beobachten und Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Das sind genau die Fähigkeiten, die auch hier von Nutzen sind."
Lernen, wachsen und an Selbstvertrauen gewinnen
Seit ihrem Start im September fühlt sich Linde pudelwohl.
"Die Rationsberechnungen fand ich am Anfang ganz schön schwierig", sagt sie lachend. "Das ist wirklich ein Beruf für sich. Zum Glück werde ich hier gut angeleitet und bekomme viel Vertrauen geschenkt. Das motiviert mich, immer besser zu werden."
Sie genießt die Abwechslung bei ihrer Arbeit.
"An einem Tag arbeite ich an den Kühen, am nächsten Tag an Terminen oder Beratungen. Es gibt immer etwas Neues zu lernen. Es fühlt sich nie wie 'nur Arbeit' an, sondern wie etwas, in das ich wirklich mein Herz stecke."
Leben und Arbeiten in Katwoude
Obwohl ihre Familie noch in Belgien lebt, fühlt sich Linde in den Niederlanden sehr wohl.
"Ich wohne zwar nicht mehr um die Ecke von meiner Familie, aber ich habe immer noch viel Kontakt zu ehemaligen Warmonderhof-Schülern. Wir sprechen regelmäßig miteinander und es fühlt sich an wie eine zweite Familie. Und meine Eltern waren inzwischen auch hier - sie haben gerne gesehen, wo ich jetzt arbeite."
Eine sinnvolle Zukunft
Was Linde an ihrer Arbeit bei Henri Willig am meisten schätzt?
"Dass man das Gefühl hat, etwas Gutes zu tun. Man arbeitet mit Tieren auf eine Art und Weise, die nachhaltig, ehrlich und respektvoll ist. Und gleichzeitig bekommt man die Chance, sich weiterzuentwickeln und über Verbesserungen nachzudenken. Das gibt echte Befriedigung."
